Systemische Beratung

DGSF

Alle Curricula sind von der DGSF anerkannt.


 

 

Zielgruppen

Das Weiterbildungsprogramm richtet sich an SozialarbeiterInnen,

SozialpädagogInnen, PsychologInnen, ÄrztInnen und alle weiteren sozialen Berufsgruppen.

 

 

WMC

Das Wenger Mühle Centrum bildet seit 1978 in Systemisch-Integrativer Familienberatung und Systemischer Familien- und Paartherapie weiter, seit 1999 in Systemischer Supervision, seit 2007 in Kinder- und Jugendlichentherapie.

 

Gisal WNUK-GETTE und Werner P.E. WNUK sind Gründer des Wenger Mühle Centrums, Dipl.-Psych., Systemische Therapeuten, Familien- Paar- und Körpertherapeuten, Systemische Supervisoren und Lehrtherapeuten . Weiterbildungen bei Virginia SATIR, Carole GAMMER, Martin KIRSCHENBAUM, George DOWNING, Luigi BOSCOLO, Gianfranco CECCHIN.

 

Gisal Wnuk-Gette, Leiterin des WMC, Dipl.-Psych., Familientherapeutin, Supervisorin, DGSF; Lehrende für Beratung, Therapie, Supervision, Kinder- und Jugendlichentherapie DGSF. Arbeit in freier Praxis als Systemische Familien- und Paartherapeutin; Supervision in Beratungsstellen, Kliniken, Jugendämtern.

 

Projektfelder: Systemisch - integrative Familienberatung für mehrfach belastete Familien im Kontext Sozialer Dienste des Ortenaukreises (bis 2006) und des Landkreises Biberach (bis 2009).

 

2008 Gründung des Regionalinstitutes WMC Bayerns unter der Leitung von Michaela Herchenhan.

 

Zum Mitarbeiterstab gehören DGSF anerkannte erfahrene Lehrende und SupervisorInnen:

 

In der Region Freiburg:

 

Oliver Dorgerloh, Dipl.Soz.Päd., Systemischer Berater, DGSF, Supervisor, Lehrender; Renate Flügler, Heilpädagogin, Familientherapeutin, Supervisorin DGSF; Christiane Hartmann- Rohrbach, Dipl.-Psych., Familientherapeutin, Supervisorin DGSF; Bernhard Kiesel, Dipl.-Psych., Familientherapeut, Supervisor; Jochen Leucht, Dipl.-Päd., Familientherapeut, Supervisor, Lehrender für Beratung DGSF;

 

In der Region Wengen:

 

Dr. Reiner Braun, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Familientherapeut, DGSF, Supervisor; Dr. Hans Cassar, Dipl.-Psych., Familientherapeut, Supervisor DGSF; Gudrun Dorn-Kratzer, Heilpädagogin, Familientherapeutin, Supervisorin DGSF; Kurt Dorn, Dipl.-Psych., Familientherapeut, Supervisor DGSF; Gerlinde Fischer, Erzieherin, Familientherapeutin, Supervisorin DGSF; Erwin Höbel, Dipl.-Psych., Lehrtherapeut für Systemische Therapie und Familientherapie; Bernadette Lembke, Dipl.-Psych., Familientherapeutin, Supervisorin DGSF, Lehrende in Weiterbildung; Ursula Michels, Dipl.-Soz.-Päd., Lehrtherapeutin für Systemische Therapie und Familientherapie DGSF; Dr. Eva Strasser, Dipl.-Psych., Lehrtherapeutin für Systemische Supervision und Coaching DGSF;

 

Leiterin des WMC Bayern:

 

Michaela Herchenhan, Diplompädagogin und Erziehungswissenschaftlerin, Systemische Paar und Familientherapeutin , Supervisorin DGSF, Lehrende für Beratung, Therapie, Supervision DGSF, familienpolitische Sprecherin der DGSF, Fort- und Weiterbildungen und Supervisionen im Jugendhilfe - und Gesundheitskontext, Mitarbeit in kinder- und jugendpsychiatrischen Praxen, aufsuchende Beratungs- und Therapietätigkeiten im Rahmen der Hilfen zur Erziehung, Entwicklung und Durchführung von “Cleartalk” .

 

Supervisoren und GastreferentInnen des WMC Bayern:

 

Sabine Heppel, Diplomsozialpädagogin (FH); Familientherapeutin, Supervisorin DGSF; Traumatherapeutin (ZPTN); Erwin Höbel, Dipl.- Psych.; Familientherapeut, Supervisor, DGSF; Lehrender für Systemische Therapie, DGSF; Andreas Zech, Diplomsozialpädagoge (FH); Systemischer Berater, Supervisor (in Weiterbildung) und Supervisorinnen aus der Liste Wengen.

 

Lernorganisation

 

In einem humanistischen und systemischem Rahmenkonzept vom Menschen und seinen Beziehungskontexten steht am Anfang der Weiterbildung das Kennenlernen und die Analyse von Beziehungs-Systemen, möglichen Vorgehensweisen, Instrumenten und Techniken zu ihrer Erfassung und theoretischen Einordnung.

 

Die Einschätzung solcher Beziehungssysteme und der Entwurf von Veränderungsmodellen hängt eng mit der persönlichen „Wirklich-keitskonstruktion“ zusammen, d.h. wie wir Menschen in ihrem Lebensumfeld wahrnehmen, was wir an Kräften und Ressourcen in ihnen selber, in ihren Familien und weiteren sozialen Kontextfeldern sehen.. Das konkrete systemische Interventionshandeln auf Lösungen hin, stößt komplexe Veränderungs-, Wachstums- und Verwurzelungsprozesse an.

 

Wir wissen, dass jeder Mensch über Kräfte und Ressourcen für solche Prozesse verfügt, und in einem systemischen Beratungskontext seine eigenen, zu ihm „passenden“ Lösungen findet.

 

Praktische Demonstrationen beraterischen Verhaltens führen die eigenen Lernprozesse durch Simulation und Erprobung in der Praxis zur Entwicklung eines systemischen Beraterverhaltens.

 

Regelmäßige mehrstündige kollegiale Intervision in der vertrauten Peergruppe anhand konkreter Aufgabenstellungen geben den Rahmen für weiteres Erprobungs- und Trainingshandeln, für Diskussion und Literaturstudium, für Selbstreflektion und „Wohlfühlen“ miteinander.

 

Systemische Supervision in der gewohnten Peergruppe durch erfahrene Supervisoren unterstützen und leiten an bei der eigenen systemischen Beraterpraxis, sowie bei der Entdeckung und Entfaltung der individuellen Kräfte und Ressourcen.

 

Die Weiterbildung umfasst 570 UE

 

Theorie und Methodik 220 UE

(siehe dazu die Ausführungen unter Theorie und Methodik)

 

Systemische Supervision 100 UE

Die Supervision wird in der Peer- und Supervisionsgruppe von erfahr- enen Supervisoren geleitet, anhand von Fallberichten, live und Video

 

Berufsrelevante Selbsterfahrung / Selbstreflektion 100 UE

Eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunftsfamilie erfolgt im Block „Herkunftsfamilienarbeit“

 

Systemische Beratungspraxis 70 UE

Während der Weiterbildung muss jeder Teilnehmer/in mindestens 70 UE Beratungsstunden unter begleitender Supervision durchführen; diese Beratungen müssen spätestens 2 Jahre nach Beendigung der Weiterbildung erfolgt sein. Die 70 UE systemischer Beratungen werden protokolliert (Protokollraster).

 

3 abgeschlossene Beratungsprozesse werden schriftlich dokumentiert.

 

Intervision/ Peergruppenarbeit 80 UE

In der vertrauten Peergruppe sollen die gewonnenen Erfahrungen und das Wissen vertieft, beratendes Basisverhalten in Systemen trainiert und die eigene Praxis reflektiert werden.

 

Abschluss-Kolloquium

Die Weiterbildung endet mit einem Abschluss - Kolloquium, bei dem alle TeilnehmerInnen ihre theoretischen und praktischen Kenntnisse systemischer Beratung nachweisen.

 

Zertifikats-Erteilung

Die TeilnehmerInnen erhalten das WMC-Zertifikat, wenn sie an allen Blöcken teilgenommen haben (Nachholen möglich und nötig), alle Intervisionen und Supervisionen absolviert haben, die 70 UE Beratungspraxis nachweisen, die 3 schriftlichen Darstellungen eingereicht haben und das Abschlusskolloquium bestanden haben.

 

Inhalte der Weiterbildung

 

I. Theorie und Methodik

 

1.Theoretische Grundlagen: Das neue Paradigma Systemisches Denken und Handeln; zur Theorie des Systemmodells; das humanistische, systemische Bild vom Menschen; historische Grundlagen und aktuelle Entwicklungen innerhalb der systemischen Beratung und Familienberatung; theoretische Grundlagen systemischer Beratung bei unterschiedlichen Klienten-Systemen (Einzelnen, Paaren, Familien, Gruppen, Teams, Organisationen); Klienten als Kundige und Experten; Familien und Systeme im gesellschaftlichen Kontext; Voraussetzungen und institutionelle Bedingungen für systemische Beratungspraxis.

 

2. Systemische Grundhaltungen. Orientierung auf Kräfte- und Ressourcen, auf Wachstum und Verwurzelung; Konstruktive Intention; Nutzung von Reframing und wertschätzender Konnotation; Lösungsorientierung; Kontextbezogenheit; Neutralität und Allparteilichkeit; Wertschätzung, Respekt, Akzeptanz; Prozessverfolgung und Prozesssteuerung; Hypothesenbildung und welche Wirklichkeit „konstruiere“ ich mit welchen Auswirkungen; Entwicklung einer „professionellen Beraterpersönlichkeit“.

 

3. Der Kontext der Beratungssituation: Ankoppelungs-und Joining-elemente; Auftragsklärung;Umgang mit Unterschieden in der Wahr-nehmung; Umgang mit widersprechenden Aufträgen; Beratungs-kontrakt; Familien und andere Systeme in Krisen; Deeskalations - und Konfliktmanagement; barrierierende und erweiternde Wirklich-keitskonstruktionen; Zusammenarbeit mit anderen Institutionen; Bilanzierung und Abschluss von Beratungs-Prozessen; Qualitäts-sicherung und Evaluation der Beratungsarbeit.

 

4. Systemische Gesprächsführung:Psychostrukturelle Ankoppelung, Prozess-Struktur des Erstinterviews; Prozessführung im Beratungs-gespräch; Interpunktion und roter Faden; verschiedene Interview- und Interventionstechniken; Tür und Angel Gespräche; Interven-tions- Instrumente zur fokussierten Arbeit am Prozess; Modera-tionstechniken; Instrument Co-Beratung: Skulpturierungs-Tech-niken und andere kreative Methoden (Klötzchen-Skulptur, kleines Psychodrama; Hütchenmodell, Timeline); Sprache Beraters.

 

5. Weitere wesentliche Inhalte:

Herkunftsfamilienarbeit; Mehrgenerationen-Familienarbeit; Arbeit mit Familien aus unterschiedlichen Kulturen. Spezifische Familien-systeme (Analyse und Interventionstechniken) Familien nach Trennung und Scheidung, Zusammengesetzte Familien; Einelternfamilien, Adoptiv- und Pflegefamilien; das soziale und verwandtschaftliche Netzwerk; Wendezeiten in Familien und Systemen; Vernetzung von Institutionen und Organisationen;

 

II. Berufsrelevante Selbsterfahrungs – und Selbstreflexions-Inhalte


Kontinuierlicher thematisch kontrollierter Erfahrungsaustausch in Kleingruppen: Meine Rolle und Funktion als systemische BeraterIn; Arbeitsplatzsituation und Realisierung systemischen Arbeitens; Pläne und Perspektiven für die Tätigkeit als systemische BeraterIn; Modelle von „Berater-Persönlichkeit“, „Berater-Identität“. Meine Herkunftsfamilie als System: Regeln und Muster; Kräfte und Ressourcen; Interaktions- und Beziehungsprozesse, Rollen- und Funktionsprozesse; Beziehungsmodelle.

 

Teilnahmebedingungen

An der Weiterbildung Systemischer BeraterIn kann jeder teilnehmen mit abgeschlossenem Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss im Bereich der Humanwissenschaften oder mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (Fachschul-Abschluss ist erwünscht) und einer 3 jährigen Berufspraxis im psychosozialen oder beraterischen Berufsfeld. Ausnahmen bei anderen Zugangsvoraussetzungen sind möglich und bedürfen der Zustimmung der Lehrtherapeuten.

 

Der eigene Tätigkeitsbereich sollte zugleich das Praxisfeld für die Arbeit mit Systemen enthalten, auf jeden Fall muss die Umsetzung systemischer Beratung gewährleistet sein (auch als Honorartätigkeit). Der erste Block hat die Funktion vielfältiger Orientierung. Am Ende des ersten Blocks entscheidet der Teilnehmer über die Fortsetzung der Weiterbildung zum Systemischen BeraterIn, ebenso entscheiden die Lehrtherapeuten.

 

Kosten insgesamt 3950 €

 

Termine der Weiterbildung

 

Die Weiterbildung zur Systemischen BeraterIn dauert 2 1/2 Jahre und umfasst 8 Kursblöcke:

 

Arbeitszeiten: 9.00 Uhr – 13.00 Uhr; 14.30 Uhr – 18.30 Uhr

 

Jeweils 2 Pausen von 15 Minuten; 90 Minuten Mittagspause

 

1. Block: 23. 06. - 25. 06. 2016 30 UE

 

2. Block: 15. 09. - 17. 09. 2016 30 UE

 

3. Block: 08. 12. - 10. 12. 2016 30 UE

 

4. Block: 16. 02. - 18. 02. 2017 30 UE

 

5. Block: 07. 05. - 14. 05. 2017 80 UE HK-Block

 

6. Block: 27. 07. - 29. 07. 2017 30 UE

 

7. Block: 26. 10. - 28. 10. 2017 30 UE

 

8. Block: 31. 01. - 03. 02. 2018 40 UE Gruppenvorbereitung zum 20 UE

 

Herkunftsblock (Termin wird mit Gruppe festgelegt)

 

Das Curriculum dieser Weiterbildung wurde 2011 von der DGSF anerkannt, für die Ausschreibung 2016 wurde der Antrag eingereicht, mit der notwendigen Veränderung statt 550 UE sind es jetzt 570 UE

 

Die formale Organisation erfolgt durch das Regionalinstitut WMC Bayern