Systemisch-Integrative Beratung

DGSF

 




 

 

Weiterbildungs-Programm
in Systemisch-Integrativer Beratung

 


Curriculum anerkannt nach den Richtlinien der DGSF (Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie)


Weiterbildung in Systemisch Integrativer Beratung
Das Wenger Mühle Centrum bietet an folgenden Orten die Weiterbildung zum Systemisch Integrativen Berater/ In mit DGSF anerkanntem Curriculum an:

 

2017 - 2019 in Schwäbisch Gmünd, Einrichtung: Canisiushaus - Laufender Kurs

2018 – 2020 in Frickingen, Einrichtung: Camphill Ausbildungen - Flyer als PDF

2018 – 2020 in Ellwangen, Einrichtung: Kinderdorf Marienpflege - Flyer als PDF

2019 – 2021 in Creglingen, Einrichtung: Main-Tauber-Institut

 

Leitung:
Gisal Wnuk-Gette WMC und Michaela Herchenhan WMC Bayern

 

 

Zielgruppen


Das Fortbildungsprogramm richtet sich an SozialarbeiterInnen, SozialpädagogInnen, PsychologInnen, ÄrztInnen und alle weiteren  sozialen  Berufsgruppen.


WMC
Das Wenger Mühle Centrum bildet seit 1978 in Systemisch-Integrativer Familienberatung und Systemischer Familien- und Paartherapie weiter, seit 1999 in Systemischer Supervision, seit 2007 in Kinder- und Jugendlichentherapie.

Gisal WNUK-GETTE und Werner P.E. WNUK sind  Gründer  des Wenger Mühle Centrums, Dipl.-Psych., Systemische Therapeuten, Familien- Paar- und  Körpertherapeuten, Systemische Supervisoren und Lehrtherapeuten im WMC.


Weiterbildungen bei Virginia SATIR, Carole GAMMER, Martin KIRSCHENBAUM, George DOWNING, Luigi BOSCOLO, Gianfranco CECCHIN.
Vor der Gründung des WMC  Dozenten an Fachhochschulen und  Uni.
Arbeit in freier Praxis als Systemische Familien- und Paartherapeuten; Supervision in Beratungsstellen, Kliniken, Jugendämtern.
Projektfelder: Systemisch - integrative Familienberatung für mehrfach belastete Familien im Kontext Sozialer Dienste des Ortenaukreises (bis 2006) und des Landkreises Biberach (bis 2009).


Leiterin des WMC:
Gisal Wnuk-Gette, Dipl.-Psych., Familientherapeutin, Supervisorin, Lehrtherapeutin für alle Bereiche DGSF anerkannt


Zum Mitarbeiterstab gehören  DGSF anerkannte  erfahrene  Lehrende und SupervisorInnen:


In der Region Freiburg: Oliver Dorgerloh, Dipl.Soz.Päd., Systemischer Berater, DGSF,Supervisor, Lehrender;., Renate Flügler, Heilpädagogin, Familientherapeutin, Supervisorin DGSF; Christiane Hartmann-Rohrbach, Dipl.-Psych., Familientherapeutin, Supervisorin DGSF; Bernhard Kiesel, Dipl.-Psych., Familientherapeut, Supervisor; Jochen Leucht, Dipl.-Päd., Familientherapeut, Supervisor, Lehrender für Beratung DGSF;

In der Region Wengen: Dr. Reiner Braun, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Familientherapeut, DGSF, Supervisor; Dr. Hans Cassar, Dipl.-Psych.,  Familientherapeut, Supervisor DGSF; Gudrun Dorn-Kratzer, Heilpädagogin, Familientherapeutin, Supervisorin DGSF; Kurt Dorn, Dipl.-Psych., Familientherapeut, Supervisor DGSF; Gerlinde Fischer, Erzieherin, Familientherapeutin, Supervisorin DGSF; Erwin Höbel, Dipl.-Psych., Lehrtherapeut für Systemische Therapie und Familientherapie;  Bernadette Lembke, Dipl.-Psych., Familientherapeutin, Supervisorin DGSF, Lehrende in Weiterbildung; Ursula Michels, Dipl.-Soz.-Päd., Lehrtherapeutin für Systemische Therapie und Familientherapie DGSF;  Dr. Eva Strasser, Dipl.-Psych., Lehrtherapeutin für Systemische Supervision und Coaching DGSF;



WMC Bayern:
Michaela Herchenhan, Dipl.-Pädagogin, Familientherapeutin, Supervisorin, Lehrende für Beratung, Therapie, Supervision, DGSF

Supervisorinnen: Sabine Heppel, Dipl.-Soz. Päd., Familientherapeutin,
Supervisorin, DGSF, Traumatherapeutin, Rainer Kehm, Andreas Zech, und die Supervisorinnen  aus der Liste Wengen


Lernorganisation


In einem humanistischen und systemischem Rahmenkonzept vom Menschen und seinen Beziehungskontexten steht am Anfang der Weiterbildung das Kennenlernen und die Analyse von Beziehungs-Systemen, möglichen Vorgehensweisen, Instrumenten und Techniken zu ihrer Erfassung und theoretischen Einordnung.
Die Einschätzung solcher Beziehungssysteme und der Entwurf von Veränderungsmodellen hängt eng mit der persönlichen „Wirklich-keitskonstruktion“ zusammen, d.h. wie wir Menschen in ihrem Lebensumfeld wahrnehmen, was wir an Kräften und Ressourcen in ihnen selber, in ihren Familien und weiteren sozialen Kontextfeldern sehen..
Das konkrete systemische Interventionshandeln auf Problem-„Lösungen“ hin, stößt komplexe Veränderungs-,  Wachstums- und Verwurzelungsprozesse an. Wir wissen, dass jeder Mensch über Kräfte und Ressourcen für solche Prozesse verfügt, und in einem systemischen Beratungskontext seine eigenen, zu ihm „passenden“ Lösungen findet.
Praktische Demonstrationen beraterischen Verhaltens führen die eigenen Lernprozesse durch Simulation und Erprobung in der Praxis zur Entwicklung eines systemischen Beraterverhaltens.
Regelmäßige mehrstündige kollegiale Intervision in der vertrauten Peergruppe anhand konkreter Aufgabenstellungen geben den Rahmen für weiteres Erprobungs- und Trainingshandeln, für Diskussion und Literaturstudium, für Selbstreflektion und „Wohlfühlen“ miteinander.
Systemische Supervision in der gewohnten Peergruppe durch erfahrene Supervisoren unterstützen und leiten an bei der eigenen systemischen Beraterpraxis, sowie bei der  Entdeckung und Entfaltung der individueller Kräfte und Ressourcen.


Stundenorganisation der  Weiterbildung 570 UE                               
Die Weiterbildung zur Systemischen BeraterIn dauert 2 bis 2 1/2 Jahre und umfasst 7 Kursblöcke:

5 mal Mittwoch bis Samstag 
Mittwoch von 14.00 – 19.00 Uhr    
Donnerstag von 9.30 – 19.00 Uhr               
1 Kursblock von Dienstag-Samstag (gleiche Zeiten – 10 UE mehr )  
1 Kursblock (Herkunftsfamilie) von Montag  bis Samstag andere Zeiten


Die  Weiterbildung umfasst 570  UE
Theorie und Methodik 200 UE
im Kursverbund (siehe dazu die Ausführungen unter Theorie und Methodik)


Systemische Supervision 100 UE
Die Supervision wird in der Peer- und Supervisionsgruppe von erfahrenen Supervisoren geleitet, anhand von Fallberichten, live und Video


Berufsrelevante Selbsterfahrung / Selbstreflektion 120 UE
Jeder Kursblock enthält Selbstreflektions-Einheiten zur Herkunftsfamilie und aktueller Berufs- und Lebenssituation. Eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunftsfamilie erfolgt im Block „Herkunftsfamilienarbeit“


Systemische Beratungspraxis 70 UE
Während der Weiterbildung muss jeder Teilnehmer/in Beratungsstunden unter begleitender Supervision durchführen; diese Beratungen sollen spätestens 2 Jahre nach Beendigung der Weiterbildung erfolgt sein.
Die 70 UE systemischen Beratungen werden  protokolliert (Protokollraster)
3 abgeschlossene Beratungsprozesse werden schriftlich dokumentiert.


Intervision/ Peergruppenarbeit 80 UE
In der vertrauten Peergruppe sollen die gewonnenen Erfahrungen und das Wissen vertieft, beratendes Basisverhalten in Systemen trainiert und die eigene Praxis reflektiert werden.


Abschluss-Kolloquium
Die Weiterbildung endet mit einem Abschluss-Kolloquium, bei dem alle TeilnehmerInnen  ihre theoretischen und praktischen Kenntnisse systemischer Beratung nachweisen. 


Zertifikats-Erteilung:
Die TeilnehmerInnen erhalten das WMC-Zertifikat, wenn sie an allen Blöcken teilgenommen haben (Nachholen möglich und nötig), alle Intervisionen und Supervisionen absolviert haben, die 70 UE Beratungspraxis nachweisen, die  3 schriftlichen Darstellungen eingereicht haben und das Abschluss-Kolloquium bestanden haben. 


Inhalte der Weiterbildung


1.Theorie und Methodik

Theoretische Grundlagen: Das neue Paradigma Systemisches Denken und Handeln; zur Theorie des Systemmodells; das humanistische, systemische Bild vom Menschen;  historische Grundlagen und aktuelle Entwicklungen  innerhalb der systemischen Beratung und Familienberatung; theoretische Grundlagen systemischer  Beratung bei unterschiedlichen Klientensystemen (Einzelnen, Paaren, Familien, Gruppen, Teams, Organisationen); Klienten als Kundige und Experten;  Familien und Systeme im gesellschaftlichen Kontext; Voraussetzungen und institutionelle Bedingungen für systemische Beratungspraxis.

2. Systemische Grundhaltungen: Orientierung auf Kräfte- und Ressourcen, auf Wachstum und Verwurzelung; Konstruktive Intention; Nutzung von  Reframing und wertschätzender Konno-tation; Lösungsorientierung; Kontextbezogenheit; Neutralität und Allparteilichkeit; Wertschätzung, Respekt, Akzeptanz; Prozessverfolgung und Prozesssteuerung; Hypothesenbildung und welche Wirklichkeit „konstruiere“ ich mit welchen Auswirkungen; Entwicklung einer „professionellen Beraterpersönlichkeit“.

3. Der Kontext der Beratungssituation: Auftragsklärung; Beratungskontrakt; Familien und andere  Systeme in Krisen; barrierierende und erweiternde Wirklichkeitskonstruktionen; Zusammenarbeit mit anderen Institutionen; Bilanzierung und Abschluss von Beratungs-Prozessen; Qualitätssicherung.

4. Systemische Gesprächsführung: Psychostrukturelle Ankoppelung, Prozess-Struktur des Erstinterviews; verschiedene  Interview- und Interventionstechniken; Interventionstechniken und Instrumente zur fokussierten Arbeit am Prozess;  Moderationstechniken; Instrument Co-Beratung: (Bedingungen und Regeln). Skulpturierungs-Techniken und andere kreative, darstellende      Interventionen (z.B. Klötzchen-Skulptur, kleines Psychodrama); die Sprache des Beraters.


Weitere wesentliche Inhalte


Herkunftsfamilienarbeit; Mehrgenerationen-Familienarbeit; Arbeit mit Familien aus unterschiedlichen Kulturen; Spezifische Familiensysteme(Analyse und Interventionstechniken) Familien nach Trennung und Scheidung, Zusammengesetzte Familien; Einelternfamilien, Adoptiv- und Pflegefamilien; das soziale und verwandtschaftliche Netzwerk von Familien; Wendezeiten in Familien und anderen Systemen; Vernetzung von Institutionen und Organisationen;


II. Berufsrelevante Selbsterfahrungs- Selbstreflexions-Inhalte

Kontinuierliche thematisch kontrollierte Selbstreflexion in Kleingruppen zur eigenen Herkunftsfamilie und zur Rolle und Funktion als systemischer Berater/Beraterin:
Meine Herkunftsfamilie als System; Regeln und Muster in meiner Familie; Kräfte und Ressourcen; Interaktions- und Beziehungsprozesse, Rollen- und Funktionsprozesse  in meiner Familie; Beziehungsmodelle.
Meine Rolle und Funktion als systemische BeraterIn; Arbeitsplatzsituation und Realisierung systemischen Arbeitens; Pläne und Perspektiven für die Tätigkeit als systemische BeraterIn; Modelle von „Berater-Persönlichkeit“, „Berater-Identität“.


Teilnahmebedingungen
An der Weiterbildung  Systemischer BeraterIn kann jeder teilnehmen mit abgeschlossenem Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss im Bereich der Humanwissenschaften oder mit einer abgeschlossenen  Berufsausbildung (Fachschul-Abschluss ist erwünscht) und einer 3 jährigen Berufspraxis im psychosozialen oder beraterischen Berufsfeld.. Ausnahmen bei anderen Zugangsvoraussetzungen sind möglich und bedürfen der Zustimmung der Lehrtherapeuten. 
Der eigene Tätigkeitsbereich sollte zugleich das Praxisfeld für die Arbeit mit Systemen enthalten, auf jeden Fall muss die Umsetzung systemischer Beratung gewährleistet sein (auch als  Honorartätigkeit). Der erste Block hat die Funktion vielfältiger Orientierung. Am Ende des ersten Blocks entscheidet der  Teilnehmer über die Fortsetzung der Weiterbildung zum Systemischen BeraterIn, ebenso entscheiden die Lehrtherapeuten.


Gesamt-Kosten ca. 5.000.- €